Methodik
CyberSchild übersetzt IT-Sicherheitsmeldungen in klares Geschäftsrisiko. Wir werten täglich offizielle Quellen aus, prüfen, wie dringend eine Schwachstelle wirklich ist, und formulieren daraus eine kurze, verständliche Einordnung mit einer konkreten Massnahme — ohne Fachchinesisch, ohne Alarmismus. Auf dieser Seite erklären wir, woher unsere Informationen stammen, wie wir Prioritäten setzen und wie die Texte entstehen.
Woher unsere Informationen stammen
Wir stützen uns auf anerkannte, öffentlich zugängliche Quellen:
- NVD (National Vulnerability Database) — die zentrale Schwachstellen-Datenbank des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST). Fast jede öffentlich bekannte Schwachstelle erhält hier eine eindeutige Kennung (CVE) und eine technische Bewertung.
- CISA KEV (Known Exploited Vulnerabilities) — die Liste der US-Cybersicherheitsbehörde CISA mit Schwachstellen, die nachweislich bereits von Angreifern ausgenutzt werden.
- EPSS (Exploit Prediction Scoring System) — ein Prognosemodell der Organisation FIRST, das für jede Schwachstelle die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs in den nächsten 30 Tagen schätzt.
- Microsoft Security Response Center — die offiziellen Angaben von Microsoft zu den monatlichen Sicherheitsupdates («Patch Tuesday»).
- Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) — die nationale Fachstelle des Bundes. Ihre Lageinformationen und Wochenrückblicke bilden die Grundlage unserer Berichte zur Angriffslage Schweiz.
- Internationale Fachmedien — ausgewählte Artikel von Fachportalen wie BleepingComputer, The Hacker News oder Krebs on Security. Wir fassen sie eigenständig zusammen und verlinken immer auf den Originalartikel.
This product uses data from the NVD API but is not endorsed or certified by the NVD.
Wie wir Prioritäten setzen
Nicht jede Schwachstelle ist gleich dringend. Für die täglichen Meldungen kombinieren wir drei Signale:
- Wie schwerwiegend ist sie technisch? — gemessen am international etablierten CVSS-Wert (0 bis 10).
- Wird sie bereits ausgenutzt? — steht sie auf der KEV-Liste, stufen wir sie deutlich höher ein.
- Wie wahrscheinlich ist ein baldiger Angriff? — hier fliesst der EPSS-Prognosewert ein.
Daraus entsteht die Einstufung, die Sie bei jeder Meldung sehen: Kritisch, Hoch oder Mittel. Bei ganz neuen Schwachstellen liegen oft noch keine Angriffsdaten vor. Solche Einstufungen können sich ändern, sobald neue Erkenntnisse eintreffen.
Beim monatlichen Microsoft Patch Tuesday stützen wir uns auf die Schweregrade von Microsoft und darauf, ob eine Lücke bereits aktiv ausgenutzt wird. Wir konzentrieren uns auf Produkte, die in KMU typischerweise im Einsatz sind: Windows, Office, Browser und Server-Software.
Wie unsere Texte entstehen
Jede Meldung durchläuft denselben Weg: automatisches Einlesen aus den Quellen → Anreicherung mit Angriffs- und Dringlichkeitsdaten → Priorisierung → Aufbereitung in verständliches Deutsch → Prüfung und Freigabe durch einen Menschen.
Die Zusammenfassungen werden mit Unterstützung von KI verfasst, konkret mit dem Sprachmodell Google Gemini. Dabei gelten feste Regeln: eigenständige Zusammenfassung statt Übersetzung, klare Sprache, Schweizer Rechtschreibung, keine Übertreibung. Jede Meldung folgt demselben Aufbau:
- Was ist passiert?
- Wer ist betroffen?
- Wie kritisch ist es?
- Was ist zu tun?
Nichts wird automatisch veröffentlicht. Jeder Beitrag entsteht zunächst als Entwurf und geht erst online, nachdem er manuell geprüft und freigegeben wurde.
Wo Ihre Daten liegen — und wo nicht
Damit keine Missverständnisse entstehen: Die Website, die Datenbanken und die gesamte Automatisierung laufen auf Servern in der Schweiz. Das KI-Modell ist lediglich ein Schreibwerkzeug. Es erhält ausschliesslich öffentlich verfügbare Quelltexte wie Schwachstellenbeschreibungen und Fachartikel, niemals Daten unserer Leserinnen und Leser. Wie wir mit Personendaten umgehen, lesen Sie in der Datenschutzerklärung.
Infrastruktur ist nicht Täterschaft
Wenn wir über Angriffe berichten, beschreiben wir die technischen Wege eines Angriffs, zum Beispiel Server oder Netzbereiche, über die er läuft. Wir treffen bewusst keine Aussagen darüber, wer hinter einem Angriff steckt. Angreifer nutzen fast immer fremde, gekaperte oder gemietete Systeme, um ihre Spuren zu verwischen. Eine IP-Adresse zeigt, woher der Datenverkehr technisch kommt, nicht wer dafür verantwortlich ist.
Was CyberSchild ist — und was nicht
CyberSchild ist ein privater, unabhängiger Frühwarn- und Einordnungsdienst. Wir helfen Ihnen, den Überblick zu behalten und zu erkennen, was für Sie relevant ist. Wir sind kein Ersatz für ein Sicherheitsaudit, für eine persönliche IT-Beratung oder für die Wartung Ihrer Systeme. Wir arbeiten sorgfältig und quellenbasiert, können aber keine Vollständigkeit garantieren. Näheres dazu im Impressum.
Fragen oder Hinweise?
Haben Sie einen Fehler entdeckt oder eine Frage? Schreiben Sie uns an kontakt@cyberschild.ch.