Sicherheitslücke im Linux-Kernel (CVE-2022-0995): Lokale Privilegienerhöhung möglich

Im Linux-Kernel wurde eine Sicherheitslücke im sogenannten watch_queue-Subsystem entdeckt. Dieser Fehler, eine sogenannte Out-of-Bounds-Speicherschreiboperation, ermöglicht es, dass Daten ausserhalb des vorgesehenen Speicherbereichs geschrieben werden.

Was ist passiert?

Im Linux-Kernel wurde eine Sicherheitslücke im sogenannten watch_queue-Subsystem entdeckt. Dieser Fehler, eine sogenannte Out-of-Bounds-Speicherschreiboperation, ermöglicht es, dass Daten ausserhalb des vorgesehenen Speicherbereichs geschrieben werden. Dadurch können Teile des Kernel-Zustands überschrieben werden, was potenziell zu einem Systemausfall oder der Erlangung privilegierter Zugriffe führen kann.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind alle Systeme, die den Linux-Kernel nutzen und das watch_queue-Subsystem verwenden. Dazu gehören viele Server, Workstations und spezialisierte Geräte. Ein Angreifer benötigt bereits lokalen Zugriff auf das System, um diese Schwachstelle auszunutzen.

Wie kritisch ist es?

Die Schwachstelle wird mit einem CVSS-Score von 7.8 als 'HIGH' eingestuft, was auf ein hohes Risiko hinweist. Die Wahrscheinlichkeit einer Ausnutzung in den nächsten 30 Tagen (EPSS) liegt bei 10 %. Besonders kritisch ist, dass diese Schwachstelle laut CISA KEV seit dem 25. August 2026 aktiv ausgenutzt wird.

Was ist jetzt zu tun?

Es wird dringend empfohlen, die Systeme auf verfügbare Sicherheitsupdates für den Linux-Kernel zu prüfen und diese zeitnah einzuspielen. Da die Schwachstelle aktiv ausgenutzt wird, ist schnelles Handeln geboten. Dazu liegen derzeit keine gesicherten Angaben vor, welche spezifischen Versionen oder Patches die Lücke schliessen.


Quellen: NVD (CVE-2022-0995), CISA KEV, FIRST EPSS. Automatisch erstellt, redaktionell geprüft.